Viele Trainer, die ich kenne, machen es so: Sonntagabend kommt eine Umfrage in die Gruppe. „Training Dienstag?“ mit den Antworten Ja, Nein und Vielleicht. Am Montag haben acht von fünfzehn abgestimmt. Am Dienstagmittag schreibt einer, dass er doch nicht kann, aber seine Stimme bei Ja steht noch. Und am Abend stehen elf Kinder auf dem Platz.
Ich habe das selbst jahrelang so gemacht. Es funktioniert, aber nur gerade so.
Warum Umfragen in der Gruppe untergehen
Das größte Problem ist der Verlauf. Nach der Umfrage kommen Fragen zu den Trikots, ein Foto vom letzten Spiel und drei Glückwünsche zum Geburtstag. Wer die Gruppe erst am Montag öffnet, muss die Umfrage suchen. Viele suchen nicht.
Dazu kommt, dass jede Woche eine neue Umfrage nötig ist, für jedes Training und jedes Spiel. Wer krank ist, sagt in der einen ab und vergisst die nächste. Und am Ende der Saison weiß niemand mehr, wer wie oft da war, weil die Umfragen längst im Verlauf verschwunden sind.
Vergisst du die Umfrage einmal, kommt sofort die Nachfrage, ob überhaupt Training ist. Und manche haben den Nachmittag bis dahin schon anders verplant.
Schwierig sind auch die Rückmeldungen, die dich gar nicht über die Umfrage erreichen. Sagt dir ein Vater am Spielfeldrand ab, kannst du das in der WhatsApp-Umfrage nicht für ihn eintragen. Du bist darauf angewiesen, dass er selbst abstimmt, und bis dahin musst du dir die Absage merken oder woanders notieren.
Was eine Rückmeldung per App anders macht
In Numo hat jeder Termin seine eigene Liste mit Zusagen und Absagen. Sie steht nicht in einem Verlauf, sondern beim Termin, und sie bleibt dort. Wer absagt, ändert einfach seinen Daumen, und der Trainer sieht den aktuellen Stand. Mit einem Kommentar wie „komme später“ ist auch das Vielleicht eindeutig, wie im Beitrag Rückmeldung mit Kommentar: „Komme 10 Minuten später“ beschrieben.
Wer regelmäßig fehlt oder in den Urlaub fährt, trägt das einmal als Abwesenheit ein. Und die Statistik entsteht nebenbei, ohne dass jemand Listen führt.
So klappt der Umstieg
Kein Team wechselt von heute auf morgen. Diese Schritte haben sich bewährt.
Fang als Trainer allein an. Leg die Termine der nächsten Wochen als Serie an und trag die Rückmeldungen, die dich über WhatsApp oder am Spielfeldrand erreichen, selbst in Numo ein. Das geht als Leitung bei jedem Mitglied. Dein Co-Trainer sieht damit sofort denselben Stand und kann selbst auch Rückmeldungen eintragen.
Danach teilst du den Einladungslink in der Gruppe. Statt einer Umfrage schickst du in den ersten Wochen den Link zum nächsten Termin, wie im Beitrag Spieltag anlegen: Heim, Auswärts, Gegner und Direktlink beschrieben. Wer darauf tippt, landet direkt beim Termin und sagt dort zu oder ab.
Nach zwei, drei Wochen legst du ein Datum fest, ab dem es keine Umfragen mehr gibt. Sag das klar in der Gruppe an. Wer bis dahin nicht in der App ist, dessen Rückmeldung trägst du noch eine Weile selbst ein. Die meisten Eltern sind danach froh, dass sie nicht mehr suchen müssen.
Bei Teams, in denen fast immer alle kommen, hilft die automatische Zusage zusätzlich. Dann muss sich nur melden, wer nicht kann.
Die Gruppe bleibt
Die WhatsApp-Gruppe musst du dafür nicht abschaffen. Für Fotos, Glückwünsche und kurze Absprachen ist sie gut. Nur die Frage „Wer kommt?“ gehört nicht mehr hinein.
Wie du als Trainer Rückmeldungen für andere einträgst, zeigt die Funktionsübersicht unter Zu-/Absagen eintragen.
Nachtrag vom Januar 2025: Inzwischen erinnert Numo per Push-Mitteilung an Termine, für die noch keine Rückmeldung da ist. Damit musst du auch niemanden mehr selbst an die Rückmeldung erinnern. Mehr dazu im Beitrag Numo erinnert an Termine, damit du es nicht musst.
Nachtrag vom März 2025: Mit dem Kalender-Abo landen alle Termine automatisch im Kalender auf dem Handy. So kannst du auch Termine planen, die noch Wochen entfernt sind, und Änderungen kommen direkt im Kalender an. In der WhatsApp-Gruppe reicht der Blick dagegen meist nur bis zu den nächsten zehn Tagen. Mehr dazu im Beitrag Alle Termine im eigenen Kalender: iCal-Abo.
Nachtrag vom Juli 2025: Was sonst noch in der WhatsApp-Gruppe durcheinandergeht, beschreibt der Beitrag Wer bringt die Trikots mit? Chaos in der WhatsApp-Gruppe.