Von Zetteln zu Apps: 20 Jahre Teamorganisation im Jugendfußball

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Von Zetteln zu Apps: 20 Jahre Teamorganisation im Jugendfußball

Als ich 2004 meine erste Jugendmannschaft übernommen habe, lief die Organisation auf Papier. Am Ende des Trainings gab es einen Zettel mit den Terminen für den nächsten Monat. Wer nicht konnte, rief an, und zwar auf dem Festnetz. Ich hatte eine Liste mit Telefonnummern im Ordner, und vor jedem Spiel habe ich abends herumtelefoniert.

Die Smartphone-Jahre

Mit dem ersten iPhone 2007 und Facebook in Deutschland ab 2008 kam langsam Bewegung in die Sache. Richtig verändert hat sich der Alltag aber erst mit WhatsApp, bei uns etwa ab 2011. Plötzlich waren alle Eltern in einer Gruppe, und eine Info erreichte alle gleichzeitig.

Das war ein riesiger Fortschritt. Es hatte aber eine Nebenwirkung, die ich erst später verstanden habe: Absagen wurden kurzfristiger. Wer früher anrufen musste, hat sich vorher überlegt, ob er kommt. Eine Nachricht in der Gruppe ist schnell geschrieben, auch um 16 Uhr, eine Stunde vor dem Training.

Die ersten Team-Apps

Ab etwa 2015 kamen die ersten Apps speziell für Mannschaften. Manche waren auf den organisierten Spielbetrieb ausgerichtet, bei anderen war die Teamverwaltung ein Teil eines größeren Angebots, und wieder andere finanzierten sich über Werbung oder die Vermarktung von Daten. Für viele Trainer war das trotzdem eine Erleichterung, und ich habe selbst einige ausprobiert.

Was sich wirklich verändert hat

Wenn ich auf die 20 Jahre zurückschaue, ist meine wichtigste Erkenntnis unbequem: Der Aufwand ist oft nicht kleiner geworden, er wurde nur verschoben. Statt Telefonaten gab es Nachrichten, statt Zetteln Umfragen. Der Trainer musste weiterhin hinterherlaufen, nur auf einem anderen Kanal. Und mit jeder neuen App kam eine weitere Stelle dazu, an der Informationen stehen konnten.

Das war der Grund, warum ich Numo gebaut habe. Nicht als noch einen Kanal, sondern als den einen Ort, an dem Termine, Rückmeldungen, Abwesenheiten und Aufgaben zusammenlaufen. Und das ist erst der Anfang, um die Vereinsorganisation ganz neu zu denken. Mehr dazu, warum ich damit angefangen habe, steht im Beitrag Warum ich Numo baue.

Ein paar Zahlen aus 20 Jahren

Über 20 Jahre Trainer, mehr als 15 davon zusätzlich im Vorstand, über 20 organisierte Turniere und mehr als zehn Ferienfreizeiten mit jeweils rund 50 Kindern. In all dieser Zeit war die Organisation nie das, was mir Spaß gemacht hat. Sie war das, was erledigt werden musste, damit der Spaß stattfinden konnte.

Wenn du gerade überlegst, ob ein Wechsel für dein Team sinnvoll ist, findest du auf unserer Seite Numo im Vergleich zu SpielerPlus einen sachlichen Vergleich. Wie ein Umzug gelingt, steht im Beitrag Teamwechsel ohne Chaos: so ziehst du mit deiner Mannschaft auf eine neue App um.