Fördergelder für die Jugendabteilung: wo anfangen?

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Fördergelder für die Jugendabteilung: wo anfangen?

Seit gut zehn Jahren kümmere ich mich in meinem Verein um Förderanträge für die Jugend. In dieser Zeit sind über verschiedene Programme mehr als 100.000 Euro für unsere Jugendarbeit zusammengekommen. Ferienfreizeiten, Camps, Material und Projekte wären ohne dieses Geld nicht möglich gewesen.

Das klingt nach viel Arbeit, und das ist es auch. Aber es ist weniger kompliziert, als viele denken.

Wo es Geld gibt

Die erste Anlaufstelle ist fast immer die eigene Stadt oder Gemeinde. Viele Kommunen haben Richtlinien zur Sportförderung, über die Vereine Zuschüsse für Jugendarbeit, Fahrten oder Anschaffungen beantragen können. Danach kommen der Stadt- oder Gemeindesportverband und der Kreissportbund. Dort weiß man meistens auch, welche Programme gerade auf Landesebene laufen.

Eine zweite große Gruppe sind Stiftungen. Viele Sparkassen und Volksbanken haben eigene Stiftungen oder Spendentöpfe für Vereine aus ihrer Region. Dazu kommen Bürgerstiftungen und Stiftungen von Unternehmen. Bei Projekten mit einem sozialen Schwerpunkt, etwa Inklusion oder Integration, gibt es oft zusätzliche Programme.

Und dann sind da die Unternehmen vor Ort. Ein Betrieb, bei dem ein Vater arbeitet, sponsert vielleicht keine Trikots, aber er unterstützt gern ein konkretes Projekt für die Jugend.

Typische Fehler

Der teuerste Fehler ist, mit einem Projekt anzufangen, bevor die Förderung bewilligt ist. Bei den meisten Programmen darf die Maßnahme erst beginnen, wenn der Bescheid da ist. Wer vorher bestellt, bekommt nichts.

Der zweite Fehler betrifft die Fristen. Viele Töpfe haben feste Stichtage, und die liegen oft weit vor dem Projekt. Für eine Ferienfreizeit im Sommer muss der Antrag teilweise schon im Herbst davor gestellt sein.

Der dritte ist der Verwendungsnachweis. Nach dem Projekt willst du eigentlich nur noch die Fotos sortieren. Der Fördergeber will aber Belege, eine Teilnehmerliste und einen kurzen Bericht. Wer das von Anfang an sammelt, spart sich am Ende viel Arbeit.

So fängst du an

Nimm dir ein konkretes Projekt für das nächste Jahr vor, nicht fünf. Schreib in ein paar Sätzen auf, worum es geht, wie viele Kinder davon profitieren und was es kostet. Mit diesem Text gehst du die Liste der möglichen Töpfe durch und schaust, wo er passt.

Als Einstieg haben wir bei uns im Verein eine Liste mit Fördertöpfen zusammengestellt, die du gern nutzen kannst. Nicht jeder Topf passt zu jedem Verein, aber sie zeigt, wie breit das Angebot ist.

Und ein letzter Tipp: Gute Zahlen helfen bei jedem Antrag. Wenn du belegen kannst, wie viele Kinder regelmäßig zum Training kommen, ist das ein starkes Argument. Wie du das mit Numo ohne Strichliste schaffst, steht im Beitrag Wer war wie oft da? Die Statistik zur Trainingsbeteiligung.